Plattenspieler – Die wahrscheinlich schönste Art Musik zu hören

plattenspieler

Ich liebe Plattenspieler und Schallplatten.

Für mich ist es die schönste Art Musik zu hören und zu genießen und deswegen habe ich diese Informationsseite gestartet. Hier kann ich hoffentlich anderen Interessierten dabei helfen den Neu- oder Wiedereinstieg in die Welt der Plattenspieler zu erleichtern.

Dabei behandelt diese Seite alle wichtigen Fragen zum Thema Plattenspieler. Von der Geschichte, darüber die wie der Ton von der Platte in die Box kommt, wie man einen Plattenspieler einstellt und was sonst noch alles wichtig ist.

Inhaltsverzeichnis von Danovox.com

Die Geschichte des Plattenspielers

plattenspieler-geschichte

In unserer schnelllebigen Welt, in welcher der technische Fortschritt in scheinbar immer kürzeren Zeitabschnitten voranschreitet, erscheinen die einstmals so selbstverständlichen Alltagsgegenstände wie beispielsweise ein Plattenspieler als eine Art technischer Dinosaurier aus grauer Vorzeit. Mit dem Plattenspieler verschwanden auch die Schallplatten, die eigentlichen Objekte der Begierde der damaligen Jugend.

Heute kann die Musik ohne große Umstände aus dem Internet im mp³-Format heruntergeladen und auf einem entsprechenden Player abgespielt werden. Die Musik dient heute vielfach nur noch zur Dauerberieselung und ist zum Wegwerfprodukt bzw. zu einer Dienstleistung verkommen. Ein bewusstes auditives Erleben wie beim Schallplattenspieler findet heute nicht mehr statt. Eine Datei oder CD ist zwar wesentlich besser händelbar, allerdings müssen hier einige qualitative Abstriche gemacht werden. An den warmen und vollen Klang einer Schallplatte reichen diese neuen Errungenschaften lange nicht heran.

Die ersten grundlegenden Erfindungen und Entwicklungen

Bevor es zur eigentlichen Erfindung des Schallplattenspielers kommen konnte, waren zuerst einige grundlegende Vorarbeiten nötig. Diese begannen bereits 1807 als es dem englischen Gelehrten Thomas Young (1733 – 1829) gelang, die Schwingungen einer Stimmgabel in Anzahl und Stärke messbar zu machen. Der geniale amerikanische Erfinder Thomas Alva Edison (1847 – 1931) war hingegen der erste, der diese Schwingungen (diesmal war es die menschliche Stimme) auf einer Zinnfolie einfangen und wieder abspielen konnte. Der Apparat (der „Phonography“) wurde im Jahr 1878 einer größeren Öffentlichkeit vorgestellt und galt damals als die bahnbrechende Sensation des Jahrhunderts.

Alexander Graham Bell (1847 – 1922) hingegen, ein in Schottland geborener und später in den USA tätiger Sprachtherapeut, Erfinder und Großunternehmer, versuchte die Eigenschaften des Zinnfolien-Phonographen zu verbessern. Als Tonträgermaterial diente unter anderem auch Wachs. Das erstaunliche Ergebnis war, das die störenden Nebengeräusche entscheidend verringert werden konnten. Basierend auf diesen Erkenntnissen brachte Edison 1888 eine verbesserte Version des Phonographen auf den Markt, dessen Walzen aus Hartwachs bestanden. Die Abspieldauer einer solchen Walze betrug rund 2 Minuten.

Der erste wahre Plattenspieler

Die direkten mechanischen Vorgänger des Plattenspielers waren zum einen der Phonograph und zum anderen das Grammophon. Letzteres erfand der in Hannover geborene und später in die USA ausgewanderte Emil Berliner (1851 – 1921). Im Jahr 1887 ließ er diesen Apparat und den dazugehörigen Tonträger zum Patent anmelden. Der Name des Tonträgers, „Schallplatte“, stammte ebenso von ihm. Während des Ersten Weltkrieges setzte sich das Grammophon gegenüber dem Phonographen immer mehr durch.

Um 1920 kamen dann die ersten elektrischen Plattenspieler auf den Markt. Zunächst wurden nur die Plattenteller mit Hilfe eines kleinen Elektromotors angetrieben, etwas später kamen die ersten elektrischen Tonabnehmer hinzu und lösten die mechanischen ab. Nachdem sich der elektrische Betrieb immer mehr durchgesetzt hatte, etablierte sich letztendlich auch der allgemeine Begriff „Plattenspieler“.

Die Schallplatte im Wandel der Zeit

Bis gegen Ende der 1950er Jahre bestanden die Schallplatten aus Schellack Wesentliche Nachteile dieses Materials waren aber zum einen die Zerbrechlichkeit und das hohe Gewicht.

Mit der Erfindung des Vinyls, Mitte der 1950er Jahre, bröckelte die bis dahin währende 60-jährige Vorherrschaft (von 1895 bis 1957) der Schellackplatten. Denn dieser neuartige Kunststoff war nicht nur leichter und flexibler, sondern dank seiner fein strukturierten Oberfläche konnte noch ein zusätzliches Stereosignal an dieselbe Stelle in die Rille gepresst werden. Somit wurde zugleich eine entscheidende Steigerung der Tonqualität erreicht.

Bis in die Mitte der 1960er Jahre hinein hatten sowohl die Schallplatten als auch der Plattenspieler keine Konkurrenz zu fürchten. Dies änderte sich erst mit Aufkommen der ersten Kassetten. Bis in die 1980er Jahre dauerte die anschließende Koexistenz. Das Aus für beide Abspielgeräteformen kam in den 1980er Jahren, mit dem Erscheinen der ersten CDs (Compact Disc).

Tot gesagte leben länger

Nachdem das mp³-Format mehr oder minder auch das Ende der CD eingeläutet hatte, kehrt nun der „alte“ Plattenspieler wieder zurück. Zwar ist der Marktanteil um ein vielfaches kleiner als in der glorreichen Vergangenheit, aber wahre Musikliebhaber schätzen den warmen, volleren Klang, welcher nur bei der Schallplatte zum Tragen kommt. Selbst digitalisierte und zu CDs umgewandelte Schallplatten klingen meist besser als die im Laden erhältlichen CDs.

Ein weiterer Vorteil einer Vinyl-Platte ist ihre hohe Lebensdauer gegenüber einer CD, deren gespeicherte Daten allmählich irgendwann unwiderruflich verloren gehen. Die neuste Generation von Plattenspielern können mit Hilfe eines USB- oder SD-Karten-Steckplatz mit dem Computer oder mit einem anderen Speichermedium verbunden werden. Neben der üblichen Abtastung einer Nadel können Schallplatten auf einigen Geräten auch berührungslos optisch abgetastet werden. Solche Laserplattenspieler sind allerdings im oberen Highend-Bereich angesiedelt und kosten weit über 10.000 Euro.

Wie funktioniert ein Plattenspieler

wie-funktioniert-ein-plattenspieler

Eigentlich ist ein Plattenspieler ein recht einfaches Gerät, wenn man ihn mal so ganz oberflächlich betrachtet.

Du öffnest einfach die Haube, legst die Platte auf den Plattenteller auf, wirfst den Motor an und senkst die Nadel vorsichtig auf die Platte.

Dann läuft die Musik.

Wie die Musik von der Platte in die Boxen gelangt ist dann schon etwas komplexer.

Die Nadel des Plattenspielers läuft in der Rille der Platte, aber die Rille ist nicht eben. Unter dem Mikroskop sieht sie sogar eher aus wie der Grand Canyon, komplett zerklüftet. Durch die Beschaffenheit der Rille wird die Nadel immer hin und her bewegt. Diese Bewegungen der Nadel werden im Inneren des Tonabnehmers in ein Signal umgewandelt. Verantwortlich dafür sind Magneten die im Inneren des Abnehmers verbaut sind. Umgewandelt in ein schwaches elektrisches Signal werden die aufgenommenen Schwingungen über den Tonarm und die Kabel in den Verstärker transportiert. Wie der Name schon sagt wird das sehr schwache Signal hier verstärkt bevor es an die Boxen weitergegen wird.

Im letzten Schritt wandeln die Membranen der Boxen, das verstärkte elektrische Signal, das ursprünglich von dem Tonabnehmer aufgenommen wurde in akustische Signale um und du kannst die Musik hören.

Interesse geweckt? Plattenspieler gibt es hier

Bauteile eins Plattenspielers

Eigentlich ist gar nicht viel dran an so einem Plattenspieler und trotzdem bietet jedes einzelne Bauteil den Grundstein für stundenlange Diskussionen.

Trotz des einfachen Aufbaus und der wenigen Teile sind Plattenspieler absolute Präzisionsmaschinen und es ist eine gute Idee zumindest grundsätzlich zu verstehen, was und wofür die einzelnen Teile wichtig sind.

Das Chassis

Die Basis auf der alle Komponenten lagern und an der auch die Füße angebracht sind nennt sich Chassis. Sie gibt dem Plattenspieler Stabilität und kann aus den verschiedensten Materialien gefertigt sein (Holz, Kunststoff, Hartz oder sogar Metall).

Der Plattenteller

So ziemlich das markanteste Bauteil des Plattenspielers ist der Plattenteller, der sich dreht bzw. auf dem die Platte liegt. Auch hier kommen sehr unterschiedliche Materialien zum Einsatz.
Bei riemengetrieben Plattenspielern zählt das Gewicht des Plattentellers als sehr wichtig, denn ein hohes Gewicht gibt deutlich mehr Laufruhe. Bei direktgetrieben Plattenspielern ist das Gewicht nicht ganz so entscheidend.

Zwischen Schallplatte und Plattenteller findet sich oft eine Matte. Diese verhindert, dass die Schallplatte auf dem Teller hin und her rutscht bzw. sich mit dreht, außerdem dämmt sie Nebengeräusche.

Der Motor

Der Plattenteller wird vom Motor des Plattenspielers angetrieben. Das passiert entweder direkt, wenn der Motor unter dem Plattenteller angebracht ist und den Teller an der Mittelachse direkt antreibt oder mit einem Riemen, der die Kraft vom Motor an den Teller überträgt.

Die Geschwindigkeit des Motors lässt sich in der Regel auf 33 Drehungen pro Minute, 45 Drehungen pro Minute und in manchen Fällen auch auf 78 Drehungen pro Minute einstellen.

33 RPM = Langspielplatten
45 RPM = Singles
78 RPM = alte Schellackplatten

Für Schellackplatten benötigt man außerdem eine spezielle Nadel.

Der Tonarm

Man könnte schnell denken, der Tonarm dient nur dazu die Nadel über der Platte zu halten aber er macht noch mehr. Der Tonarm sorgt dafür, dass die Nadel sauber in der Rille der Platte läuft und ein harmonisches Klangbild entsteht. Voraussetzung dafür ist, dass er korrekt eingestellt ist.

Der Tonabnehmer

Tonabnehmer wirken im ersten Moment oft verwirrend, weil schnell mit einigen Fachausdrücken wie z.B. Stylus und Cartridge, MM oder MC umher geworfen wird.

Als Stylus bezeichnet man die Nadel, die in der Rille der Platte läuft. Als Cartridge versteht man das Gehäuse, das den Stylus hält. MM und MC sind die unterschiedlichen Abtastsysteme.

MM steht für Moving Magnet und ist das am weitesten verbreitete System. Hier sind bewegliche Magneten an die Nadel gekoppelt, die an feststehenden Spulen Spannung induzieren.

MC Systeme sind seltener und meist nur eher im High-End zu finden. Hier ist bewegliche Spule an die Nadel gekoppelt die an feststehenden Magneten die Spannung induziert.

Plattenspieler richtig anschließen

Was das Thema Plattenspieler anschließen angeht muss ich ganz ehrlich sagen: Ein Bild oder in diesem Falle ein Video sagt mehr als 1000 Worte.

Viele der Schritte sind einfach schwerer zu erklären, wenn man es schriftlich macht.

Deswegen gibt es hier ein kleines Video.

Bühne frei.

So ziemlich die beste Video-Anleitung die ich überhaupt kenne.

Plattenspieler Preisklassen

Gehen wir mal davon aus, dass du einen neuen Plattenspieler kaufen willst, dann wird dir eine Sache sehr schnell auffallen…

Dafür, dass der Plattenspieler und die Schallplatte angeblich tot waren gibt es eine ganz schön riesige Auswahl an Geräten in den verschiedensten Preisklassen.

Es gibt zwar auch viele Käufer, die auf die alten Geräte setzen und sich nie einen neuen Plattenspieler in die Bude holen würden, aber ich finde neue Geräte haben auch ihre Vorteile.

Einer der wichtigsten ist dabei, dass das Gerät neu ist. Bei alten gebrauchten Plattenspielern, weiß man leider nie so ganz genau wie pfleglich sie behandelt wurden und wo sie vielleicht die letzten Jahre zugebracht haben.

Das schöne bei Plattendrehern ist, dass du grundsätzlich das bekommst, was du auch bezahlst.

Hier ein kurzer Überblick über die verschiedenen Preisklassen und was du erwarten kannst.

Unter 100 Euro

Wenn es nur darum geht, die Nadel auf die Platte zu bekommen um irgendwie ein bisschen Sound herauszuholen geht, dann reichen niedrig preisige Plattenspieler unter 100 Euro.

Oft werden diese Geräte auch angeschafft, wenn es darum geht möglichst einfach und schnell Platten via USB-Anschluss und der passenden Software zu digitalisieren. Dann sind diese Plattenspieler aber auch nie wirklich zum hören gedacht.

Der niedrige Einstiegspreis geht, wie man es dreht und wendet, immer zu lasten der Bauteile und damit der Soundqualität.

Deswegen meine Warnung an alle die ernsthaft Musik hören wollen aber nicht bereit sind mehr als 100 Euro für einen Dreher auszugeben: Das wird nichts, denn der Sound ist in dem meisten Fällen nur gerade so zu ertragen. Zum Digitalisieren und zum Reinschnuppern in das Thema Vinyl sind sie aber brauchbar.

Zwischen 300 und 500 Euro

Das ist so in etwa die Preisklasse die ich jedem raten würde, der einen Einstieg in die Welt des Vinyls wagen will ohne gleich Unmengen Geld in einen High-End-Plattenspieler zu investieren.

In dieser Preisklasse tummeln sich schon einige Modelle die der Grundstein für eine solide Anlage mit ausgezeichnetem Klang sein können.

Die verarbeiteten Materialien sind ebenfalls gut in dieser Preisklasse und dazu ist die Option darauf die Anlage ohne Probleme auszubauen und zu verbessern gegeben.

Ab 500 Euro

Wenn du Einsteiger bist aber trotzdem einen guten Plattenspieler haben willst, dann ist das hier die richtige Preisklasse für dich.

Der Unterschied zu Plattenspielern um 100 Euro ist hier schon sehr eindeutig und das betrifft nicht nur den Sound , sondern auch die Optik und die verwendeten Materialien.

In Sachen Preis/Leistung für mich die beste Region um Plattenspieler zu kaufen, denn von hier aus ist es auch einfach das Gerät durch kleine Verbesserungen zu upgraden.

Wichtige Features

Neue Plattenspieler können oft mehr als einfach nur eine Platte abspielen. Besonders beliebt sind sie z.B. um Schallplatten zu digitalisieren und dafür braucht es einen USB-Anschluss. Aber auch die Betriebsart ist wichtig.

USB oder kein USB

In der heutigen Zeit gibt es kaum noch ein Gerät ohne USB-Anschluss und das gilt auch für die neueren Plattenspielermodelle. Allerdings hat der USB-Port hier einen entscheidenden und wichtigen Vorteil, mit ihm kann man den Plattenspieler an den PC anschließen und alte Platten digitalisieren.

Was du allerdings bedenken solltest ist, dass bei besonders günstigen Geräten der USB-Anschluss auch im Preis mit drin steckt. Das bedeutet, dass die anderen Komponenten oft wirklich nicht besonders viel taugen. Das ist auch der Grund warum USB-Plattenspieler gerade unter den Musikliebhabern einen sehr schlechten Stand haben.

Um ein paar alte Platten, die es so nicht auf CD zu kaufen gibt zu digitalisieren sind die günstigen USB-Plattenspieler allerdings meist ausreichend.

Manuell oder automatisch

Plattenspieler gibt es in drei Komfortstufen. Es gibt manuelle Modelle, dann noch halbautomatische und Vollautomaten.

Bei einem manuellen Plattenspieler musst du alles selbst erledigen. DU musst nachdem die Platte auf dem Teller liegt den Motor anmachen, die Nadel über die Platte führen, sie absenken und auch am Ende der Platte wieder zurückführen.

Bei einem halbautomatischen Plattenspieler wird die zumindest der letzte Schritt abgenommen. Ist die Platte zu Ende wird die Nadel automatisch zurück geführt und der Plattenspieler schaltet sich oder in einen Stand-by-Modus.

Bei einem vollautomatischen Plattenspieler muss man nur die Platte auflegen und „Start“ drücken. Alles andere erledigt dann der Plattenspieler von ganz alleine.

Schallplatten digitalisieren

Der schnelle digitale Wandel hat dazu geführt, dass viele ältere Tonträger ein trauriges Dasein im Wohnzimmerregal fristen. Doch gerade auf Schallplatten verbergen sich oft Schätze, die Sammlern ein Leuchten in die Augen zaubern. Dank neuer Technologien können die bemerkenswerten Aufnahmen wieder zum Leben erweckt werden.

Trotz Mp3 und Streaming-Dienst ist die Schallplatte nicht tot, auch wenn ihr das manchmal immer noch nachgesagt wird. Sie erlebt sogar ein nie geahntes Revival (für alle die das noch nicht mitbekommen haben).

Laut Bundesverband Musikindustrie stiegen die Umsätze von Vinylplatten 2015 um satte 47,2 Prozent, und das mit steigender Tendenz.

Die Wiedernutzbarmachung alter Vinylplatten durch Umwandlung in digitale Formate ist besonders praktisch, weil Musikfans ihre Lieblingsstücke dank Smartphone überall mitnehmen können. Sie schätzen die schwarzen Kunststoffscheiben auch wegen ihres charakteristischen Tons.

Doch echter Musikgenuss kommt ohne Knacken und Rauschen aus. Moderne Technik ermöglicht auch das Entfernen störender Nebengeräusche.

Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, Schallplatten mit und ohne PC zu digitalisieren.

Hardware zum Digitalisieren von Schallplatten

Je nach Anspruch an die Qualität ist nicht einmal ein großes, teures Equipment erforderlich.

Du brauchst einen Computer mit guter Soundkarte und einen Adapter, mit dem du deinen Plattenspieler oder das Tapedeck mit dem Line-in-Eingang der Soundkarte verbindest.

Sollte die Qualität nicht genügend hergeben, kannst du auch einen externen USB-Audio-Wandler benutzen. Der wandelt analogen Klang in digitale Daten um.

Eine andere Möglichkeit sind Plattenspieler oder Musikanlagen, die über einen integrierten Konverter und einen USB-Anschluss verfügen.

Diese Geräte sind ab 100 Euro aufwärts erhältlich und können mit wenigen Schritten aus Vinylplatten Mp3-Dateien zaubern.

Diese Geräte sind dann sinnvoll, wenn du kein anderes Abspielgerät mehr besitzst.

Die Wahl des richtigen Umwandlers

Je höher die Qualität des Gerätes beim Überspielen, desto besser ist später die Aufnahmequalität. Deshalb solltest du dich vorher fragen, ob du deine Musik künftig hauptsächlich mobil anhören oder eine High-Resolution-Wiedergabe anstrebst, die eine ähnlich hohe Qualität hat wie das analoge Original.

Für die Wiedergabe an iPod & Co. ist der Aufwand relativ gering.

Hier erreichst du dein Ziel mit einer einfachen Software zum Überspielen und Konvertieren z.B. Audacity.

USB-Plattenspieler versprechen zwar ein hochwertiges Ergebnis, doch häufig ist die Qualität ihrer Abtaster zu gering, um dieses Versprechen auch einzulösen.

Falls du allerdings Top-Qualität anstrebst, müsst du hierfür einiges investieren. Ein entsprechendes Equipment kann durchaus im fünfstelligen Bereich liegen.

Speicherformate zum Digitalisieren von Vinylplatten

Prinzipiell lassen sich alle analogen Signale digitalisieren. Hierfür gibt es eine ganze Reihe an Formaten, die nach verlustfrei und verlustbehaftet sowie komprimiert und nicht komprimiert differenzieren.

Pulse Code Modulation (PCM) ist das klassische Verfahren zum Digitalisieren von Audiodaten, das es in mehreren Varianten gibt. Die Technologie wird auch für die PAL Fernsehübertragung und ISDN-Telefone benutzt. Das Ergebnis der Datenumwandlung wird in ein Signal aus Einsen und Nullen umgewandelt.

Neben PCM ist auch das Format DSD (Direct Stream Digital) verbreitet. Abspielgeräte zum Umwandeln in das DSD-Format ähneln der analogen Technik am stärksten. Für den Vorgang benötigen Sie einen DSD-fähigen Recorder. Die Schallplatte muss absolut staubfrei sein, denn Störgeräusche lassen sich auf DSDs später nicht mehr entfernen.

Mit einem einfachen Lowpass-Filter kann das bei der D/A-Wandlung entstehende Rauschen beseitigt werden.

Aufgrund der hohen Abtastsequenz von 2,8224 MHz werden auch winzige analoge Signale digital übersetzt. Trotz guter Qualität ist auch bei dieser Digitalisierungsform die Bearbeitung am Computer unumgänglich. Ob Mac oder PC macht keinen Unterschied.

Umwandeln mit einem Audio-Editor (Software für PC)

Diese Variante wird wohl für die meisten von uns in Frage kommen.

Du benötigst einfach einen Plattenspieler mit USB-Anschluss und eine Soundkarte sowie einen freien USB-Anschluss und die entsprechende Software.

Diese Methode ist wohl die einfachste und für alle richtig, die eine solche Umwandlung erst einmal ausprobieren möchten.

Für die Aufnahme verbindest du jetzt einfach den Plattenspieler mit dem PC.

Nun startest du deinen Editor.

Danach beginnst du mit der Aufnahme und startest gleich darauf die Wiedergabe deiner Vinylschallplatte.

Nach der Aufnahme speicherst du das Projekt.

Geräuschreduzierung während und nach der Aufnahme

Liegt die Musik nun digital auf deinem Rechner, wird sie aller Wahrscheinlichkeit nach von störenden Knackgeräuschen begleitet, die für Vinylaufnahmen typisch sind.

Vermutlich ist auch der Klang nicht so, wie du es dir wünschen würdest.

Hier muss also nachgearbeitet werden.

Da die wenigsten von uns zuhause eine schalldichte Aufnahmekabine sitzen, muss besonders viel Sorgfalt auf die Geräuschvermeidung während der Aufnahme verwendet werden.

Die Feinarbeit kann durchaus in einem aufwändigen Restaurationsprozess resultieren.

Wieviel Zeit du hier investieren willst, hängt von deinem persönlichen Ansprüchen ab. Moderne Software macht diese Bearbeitung aber denkbar leicht. Der Markt bietet von kostenlosen Programmen für Heimanforderungen bis zu teuren Profisoftware eine riesige Bandbreite an Produkten.

Mit hochwertiger Software kannst du Tracks schneiden, Elemente einfügen, den Pegel nachträglich erhöhen und Geräusche entfernen. Einige Produkte erlauben sogar das Einbetten von Tagging-Daten.

Je nach individuellem Arbeitstempo brauchest du für die Bearbeitung einer DSD-gewandelten Schallplatte 10-20 Minuten.

Die Daten kannst du nun problemlos auf CD brennen oder in andere Files umwandeln, zum Beispiel in FLAC-Dateien.

Umwandlung mittels Lasertechnologie – schick, aber analog

Eine besonders elegante Form des Umwandelns ist die Lasertechnologie. Hierbei handelt es sich jedoch nicht um Digitalisierung, auch der Laser ist eine analoge Technik.

Für ein derartiges Equipment müssen ca. 7.000 € investiert werden.

Laserplattenspieler tasten die Platte ohne jegliche Berührung, als auch ohne Abnutzung ab.Vorhandene Kratzer auf der alten Schallplatte sind nun kein Problem mehr. Minimale Kratzgeräusche sind jedoch auch bei dieser Technologie hörbar.

Ein weiterer Nachteil neben Kosten und Kratzern ist die Tatsache, dass diese Laser-Plattenspieler ausschließlich schwarzes Vinyl abspielen können.

Diese Seite ist ein werbefreies Angebot. Weiteres Informationen zu Plattenspielern findest du auch auf www.plattenspieler-guru.de, oder auch auf Facebook.